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FotoDemoBAm Samstag, 18.06.11 zogen rund 400 Menschen lautstark durch die Frankfurter Innenstadt mit einer Forderung: Aufklärung der Erschießung von Christy Schwundeck. Sie wurde am 19. Mai in einem Jobcenter von der Polizei erschossen. Während die Staatsanwaltschaft Frankfurt noch am selben Abend von „offensichtlicher Notwehr" sprach, will die „Initiative Christy Schwundeck" wirkliche Aufklärung. Viele Fragen seien nicht beantwortet, so zum Beispiel warum das Jobcenter sagt, Christy Schwundeck sei ruhig gewesen bis zur Ankunft der Polizei, im Gegensatz zum Sicherheitsdienst. Die Medien sprachen ebenfalls sofort von einer „randalierenden" Person. Manga Diagne von der Initiative fragt: „Warum fällen Medien und Staatsanwaltschaft ein Urteil, ohne offene Fragen beantwortet zu haben. Soll hier zum Schutz der Polizei nicht ermittelt werden? Wir werden weiter dafür kämpfen, dass es zur Beantwortung unserer Fragen kommt und in einem Prozess Klarheit geschaffen wird."
Die Demonstranten aus den afrikanischen Gemeinden, Erwerbsloseninitiativen und antirassistischen Gruppen riefen durch die Straßen: „Warum, warum hat die Polizei geschossen? – Wir wollen Aufklärung!" Viele Passanten wurden aufmerksam und konnten sich über die Ziele der Initiative informieren. Trotz der eindrucksvollen Stärke der Demonstration und der Brisanz des Themas berichteten die Zeitungen nicht. Sollen hier unbequeme Fragen verschwiegen werden? Die „Initiative Christy Schwundeck" wird ihr Ziel, Aufklärung und Gerechtigkeit für Christy Schwundeck, weiterverfolgen und lädt alle Interessierten zur Mitarbeit und Unterstützung ein.

Weitere Infos auf: www.initiative-christy-schwundeck.blogspot.com

 

ChristyAm 19. Mai wurde Christy Schwundeck im Jobcenter auf der Mainzer Landstraße von der Polizei erschossen.
Morgen, am Dienstag, den 31.05. um 15:00 findet eine Kranzniederlegung am Jobcenter auf der Mainzer Landstraße 315 statt. Bitte Blumen und Kerzen mitbringen.
Wir rufen alle auf, sich daran zu beteiligen und sich für Aufklärung und Gerechtigkeit für Christy Schwundeck einzusetzen.
Im Anhang die Presseerklärung der Initiative Christy Schwundeck.

Wir, die Initiative Christy Schwundeck werden am Dienstag, 31. Mai 2011 um 15. Uhr einen Kranz im Gedanken an Frau Christy Schwundek vor dem Jobcenter Gallus, Mainzer Landstraße 315, 60326 Frankfurt am Main niederlegen.

Sie wurde am 19. Mai in einem Frankfurter Job Center (Gallus) von einer Polizistin erschossen. Die Umstände rufen Erinnerungen wach an das Schicksal Mariame N'Deye Sarr, die im Jahr 2000 ebenfalls unter nie endgültig geklärten Umständen von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Christy Schwundeck war 39 Jahre alt und stammte aus Nigeria.

Tödliche Fälle von Polizeigewalt gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund sind leider keine Seltenheit in Deutschland.

Wir verurteilen auf Schärfste diesen erneuten brutalen Angriff und fordern eine rückhaltlose Aufklärung dieses Falles, der zum Tod Christy Schwundeck geführt hat.

Die Initiative Christy Schwundeck

 
Oberursel

An vielen Orten in ganz Deutschland wehren sich Flüchtlinge mit Streiks und Protesten gegen unerträgliche Lebensbedingungen. Im Jahr 2010 haben sich allein in Bayern über 500 Flüchtlinge an Hungerstreiks und Essenspaketeboykotten beteiligt. In Thüringen haben Flüchtlinge durch ihren massiven Protest die Schließung des Isolationslagers Katzhütte erzwungen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden die menschenunwürdigen Zustände im Lager Horst durch einen Hungerstreik an die Öffentlichkeit gebracht. Dies sind nur einige Beispiele für die Flüchtlingskämpfe im gesamten Bundesgebiet. Aus diesen Kämpfen wollen wir eine bundesweite Kampagne gegen die rassistische Sondergesetzgebung starten.

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rassismus stoppenDas Thema Rassismus in den Köpfen und bei Behörden hat uns in den letzten Tagen wieder einmal konkret beschäftigt. Nicht weil wir schon seit über vier Wochen das Thema aufgrund der unerträglichen Medienhetze vor allem gegen muslimische Migranten diskutieren und überlegen, wie wir als Verein darauf reagieren. Ganz konkret konnten wir sehen, wie es ist wenn eine muslimische Familie in Rödelheim versucht in diesem Land 'normal' und in Frieden zu leben.
Die Familie ist schon seit über neun Monaten Zielscheibe von Belästigungen, die sie durch Nachbarn erfahren. Diese Belästigungen eskalierten in den letzten Wochen.

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Das 5. Afrikanische Kulturfest im Solmspark Rödelheim fand unter dem Motto "50 Jahre Unabhängigkeit" statt. In Erinnerung an die Unabhängigkeitskämpfe haben wir T-Shirts mit afrikanischen Revolutionären vor Ort gemalt. Stellvertretend für alle UnabhängigkeitskämpferInnen erinnerten wir an Thomas Sankara, Patrice Lumumba, Frantz Fanon und Jacobus Morenga.

Wie ist die Situation nach 50 Jahren Unabhängigkeit in Afrika? Welche Strategien verfolgt die Bundesrepublik Deutschland, um ihre Rohstoff- und Machtinteressen durchzusetzen? Was bedeutet das für die betroffenen Länder?

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