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Zusammen-Info - Januar-Ausgabe
Die neue Ausgabe der Zusammen-Info ist da. Themen sind der Staat und die Nazis, das afrikanische Kutlurfest in Rödelheim, ein gefährlicher Fragebogen des Jobcenters und der Protest der MAN-Roländer. Wie immer spiegeln die Artikel die Themen wider, mit denen sich der Verein beschäftigt. In dieser Ausgabe berichtet außerdem ein Mitglied, welche Auswirkungen das Entdecken der Zusammen-Plakate haben kann.
Wie immer zum Lesen und Verbreiten...hier.
Zusammen-Info - Dezember-Ausgabe
Die neue Zusammen-Info ist da. Die Dezember-Ausgabe beschäftigt sich mit Mindestlöhnen – in Deutschland und in Griechenland. Es geht um die Entlarvung des Bildungspakets und die Methoden des Jobcenter Höchst, außerdem um den Krieg gegen Afghanistan und um Solidarität mit der Familie eines griechischen Gewerkschafters, der bei Demonstrationen in Athen ums Leben kam.
Als besonders erwärmend empfehlen wir unsere Weihnachtsgeschichte mit Fragezeichen.
Anbei die Datei, die Zeitung darf gerne weiter verbreitet werden...hier.
Mindestlohn? Eine Frage des Standpunkts!
„Das Arbeitsentgelt muß der Leistung entsprechen und zum Lebensbedarf für den Arbeitenden und seine Unterhaltsberechtigten ausreichen.“ So steht es im Artikel 33 der Hessischen Landesverfassung. Wer für einen anderen arbeitet, soll wenigstens von seinem Lohn leben können. Das hört sich sehr bescheiden an. Finden wir. Kommt aber scheinbar ganz auf den Standpunkt drauf an: Unternehmer, Regierung und so genannte Wirtschaftsexperten finden, dass nicht der Lohn das Überleben der Beschäftigten sichern soll, sondern der Staat. Aber woher nimmt der Staat das Geld? Von den Werktätigen, das sind alle Beschäftigten, Handwerker, Selbständige, die darauf angewiesen sind vom Verkauf ihrer Arbeitskraft zu leben.
Zusammen-Info: Die neue Vereins-Zeitung
Sie soll einmal im Monat erscheinen und Themen behandeln, die die Mitglieder betreffen - vom Jobcenter über den Mietvertrag bis zu den Arbeitsbedingungen. Aber auch Lustiges, Unterhaltsames oder Naturwissenschaftliches soll zu lesen sein.
Vorerst wird sie an alle Mitglieder verteilt und liegt im Laden aus. Im nächsten Schritt könnte sie in die Rödelheimer Geschäfte gebracht werden und vielleicht sogar irgendwann mal in Briefkästen...Eine Alternative zum Main-Nidda-Boten etc.
Wenn ihr Ideen, Anregungen oder Kritik habt - immer her damit. Wir freuen uns.
Und hier ist sie...lesen!
Jede dritte freie Stelle ist eine Leiharbeitsstelle. Das „Jobwunder“ ist ein Lohndumping-Wunder. Die Jobcenter drücken mit Sanktionsandrohung in Leiharbeit. In fast jeder Branche und für fast jede Tätigkeit bieten Zeitarbeitsfirmen ihre „Dienstleistungen“ an. Diese sind vor allem: Kosten sparen für die Einsatzfirma durch Vermeidung von Festanstellungen. Aber auch die Spaltung der Belegschaften und das Absenken des Lohnniveaus sind auf dem Programm. In unserem Verein sind immer mehr Mitglieder von Leiharbeit betroffen. Mit Interviews unserer Mitglieder wollen wir auf die Lage der Lohnabhängigen in Frankfurt aufmerksam machen und für unsere Interessen und Forderungen Öffentlichkeit schaffen. Ergänzt durch entsprechende Hintergrundinformationen schaffen wir Bewußtsein und damit die Grundlage für gemeinsames und solidarisches Handeln. Im Folgenden die Abschrift eines Erfahrungsberichts.
Immer einsatzbereit für niedrigen Lohn
Schon allein beim ersten Punkt: 6,70 € Stundenlohn brutto. Da fängt die ganze Sache schon an. Nach Abzügen hast Du dann vielleicht noch vier oder fünf Euro. Das ist schon mal der erste große Hammer. Der nächste Hammer ist, dass Du nachmittags oder abends angerufen wirst und gesagt bekommst, wo du am nächsten Tag arbeiten musst. Wenn du Glück hast wirst du von der Firma auch da hingefahren, ansonsten musst du selber sehen, wie du dann da morgens um 6 Uhr aufschlägst.
Lautstarke Demo für Christy Schwundeck
Am Samstag, 18.06.11 zogen rund 400 Menschen lautstark durch die Frankfurter Innenstadt mit einer Forderung: Aufklärung der Erschießung von Christy Schwundeck. Sie wurde am 19. Mai in einem Jobcenter von der Polizei erschossen. Während die Staatsanwaltschaft Frankfurt noch am selben Abend von „offensichtlicher Notwehr" sprach, will die „Initiative Christy Schwundeck" wirkliche Aufklärung. Viele Fragen seien nicht beantwortet, so zum Beispiel warum das Jobcenter sagt, Christy Schwundeck sei ruhig gewesen bis zur Ankunft der Polizei, im Gegensatz zum Sicherheitsdienst. Die Medien sprachen ebenfalls sofort von einer „randalierenden" Person. Manga Diagne von der Initiative fragt: „Warum fällen Medien und Staatsanwaltschaft ein Urteil, ohne offene Fragen beantwortet zu haben. Soll hier zum Schutz der Polizei nicht ermittelt werden? Wir werden weiter dafür kämpfen, dass es zur Beantwortung unserer Fragen kommt und in einem Prozess Klarheit geschaffen wird."
Die Demonstranten aus den afrikanischen Gemeinden, Erwerbsloseninitiativen und antirassistischen Gruppen riefen durch die Straßen: „Warum, warum hat die Polizei geschossen? – Wir wollen Aufklärung!" Viele Passanten wurden aufmerksam und konnten sich über die Ziele der Initiative informieren. Trotz der eindrucksvollen Stärke der Demonstration und der Brisanz des Themas berichteten die Zeitungen nicht. Sollen hier unbequeme Fragen verschwiegen werden? Die „Initiative Christy Schwundeck" wird ihr Ziel, Aufklärung und Gerechtigkeit für Christy Schwundeck, weiterverfolgen und lädt alle Interessierten zur Mitarbeit und Unterstützung ein.
Weitere Infos auf: www.initiative-christy-schwundeck.blogspot.com
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